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Nachhaltigkeitsstrategie

Klimarisikoanalyse
– Risiken erkennen, Anpassungen entwickeln

Der Klimawandel zählt zu den größten Risiken für Wirtschaft und Unternehmen. Allein in Deutschland verursachten klimabedingte Schäden seit der Jahrhundertwende Kosten von rund 145 Milliarden Euro – Tendenz steigend. Eine Klimarisikoanalyse hilft Ihnen, die Auswirkungen auf Standorte, Prozesse und Wertschöpfungsketten systematisch zu verstehen und zu bewerten. Auf Basis des internationalen Standards ISO 14091 und unter Berücksichtigung relevanter Vorgaben (z. B. CSRD, EU-Taxonomie, TCFD) unterstützen wir Sie dabei, Risiken frühzeitig zu erkennen, zu priorisieren und gezielte Anpassungsstrategien zu entwickeln.

Ihr Mehrwert einer
Klimarisikoanalyse

  1. Finanzielle Risiken frühzeitig erkennen: Durch eine frühzeitige Analyse können Produktionsausfälle, Wertverluste und steigende Versicherungsprämien vermieden werden. Prävention ist deutlich kosteneffizienter als spätere Schadensbeseitigung und schützt Liquidität, Lieferfähigkeit und Margen.
  2. Unternehmenswert und Investitionsfähigkeit stärken: Ein klares Risikoprofil erhöht die Planbarkeit und reduziert Unsicherheiten – ein Vorteil für Finanzierung, Fördermittel und Investoren. Mit Blick auf neue Anforderungen im Finanzsektor (Basel IV – CRR III – CRD VI) sowie politische Prioritäten wie die EU Clean Energy Investment Strategy (2026) wird ein strukturiertes Klimarisikomanagement zunehmend entscheidend.
  3. Regulatorische Anforderungen sicher erfüllen: Die Klimarisikoanalyse ist ein zentraler Baustein der EU‑Taxonomie, TCFD und CSRD. Unsere Analyse unterstützt Sie dabei, alle relevanten Vorgaben effizient, nachvollziehbar und prüfungssicher umzusetzen.

Der Ablauf einer
Klimarisikoanalyse

Schritt 1

Set-Up und Kontextanalyse

Nachdem wir Ihre Erwartungen und Zielsetzungen geklärt haben, erhalten Sie eine Einführung in die Klimarisikoanalyse, wir definieren den Projektplan und eine Art Roadmap. Im Workshop zur Kontextanalyse analysieren wir Ihre Geschäftstätigkeiten und Wertschöpfungskette. Dabei ermitteln wir, welche Ihrer Tätigkeiten geographisch und produktionsbedingt besonders risikoanfällig sind.

Schritt 2

Identifikation von aktuellen und potenziellen Klimarisiken und -Chancen

Im zweiten Schritt identifizieren wir wirkliche und potenzielle Risiken, jeweils bezogen auf physische und transitorische Risiken.

Schritt 3

Risikomatrix und Szenarioanalyse

Wir bewerten Ihre Risiken anhand unserer Risikomatrix. Diese werden unter Einbezug verschiedener Klimaszenarien ausgewertet.

Schritt 4

Resilienzanalyse

Am Ende präsentieren wir Ihnen die Ergebnisse der Analyse und ordnen diese gegebenenfalls in weitere von Ihnen gewünschte Produkte ein. Zudem besprechen wir mögliche Priorisierungen für eine optionale Resilienzanalyse und die Festlegung von Maßnahmen zur Anpassung und Verbesserung der Widerstandsfähigkeit Ihres Unternehmens.

Ihre Möglichkeiten bei der Erstellung einer Klimarisikoanalyse

Standort‑Szenarioanalyse

Individuelle Analyse eines konkreten Standortes, inkl. topografischer Besonderheiten, Hochwasser‑ und Starkregenlagen sowie lokaler Gefährdungsindikatoren.

Klimarisikoanalyse mit Resilienzanalyse

Erweiterte Standortanalyse inklusive Bewertung der bestehenden Resilienzmaßnahmen. Ergebnis: Priorisierte Maßnahmenliste zur Klimaanpassung.

Lieferketten‑Resilienzanalyse

Ergänzend zur Standortanalyse können Lieferwege und Lieferant:innen bewertet werden – entweder anhand genauer Standorte oder über strukturierte Fragebögen, falls diese nicht offengelegt werden.

Häufig gestellte Fragen,
die wir beantworten

  • Bewertung von Exposition, Sensibilität und Vulnerabilität relevanter Standorte
  • Analyse und Priorisierung der physischen Klimagefahren (z. B. Hitze, Starkregen, Hochwasser, Stürme)
  • Ableitung der Klimarisiken und verständliche Aufbereitung in einem Bericht

Die Klimarisikoanalyse unterscheidet zwischen physischen Risiken, die sowohl akute (z. B. extreme Wetterereignisse) als auch chronische (z. B. Temperaturerhöhungen oder Wasserknappheit) Auswirkungen umfassen, und Übergangsrisiken, die regulatorische, technologische und Marktrisiken betreffen. Akute physische Risiken beeinträchtigen unmittelbar die Betriebsabläufe, während chronische Risiken langfristige Anpassungen erfordern. Übergangsrisiken resultieren aus Veränderungen in Vorschriften, Technologien und Konsumgewohnheiten, die Unternehmen vor Herausforderungen stellen und neue Chancen bieten können.

RCP-Szenarien (representative concentration pathways) sind Klimaszenarien, die im fünften Sachstandsbericht (AR5) des IPCC vorgestellt wurden. Sie sollen zukünftige Klimaveränderungen basierend auf unterschiedlichen Emissionspfaden von Treibhausgasen projizieren. Die RCPs reichen von einem niedrigen Emissionspfad (RCP 2.6), der mit einem Ziel der Begrenzung der globalen Erwärmung auf unter 2°C verbunden ist, bis zu einem sehr hohen Emissionspfad (RCP 8.5), der zu einem starken Klimawandel führt.

Die Szenarien werden in der Klimaforschung verwendet, um die Auswirkungen des Klimawandels unter verschiedenen Annahmen zu modellieren und Handlungsspielräume für Anpassungsstrategien zu analysieren.

SSPs sind sozioökonomische Szenarien, die mögliche Entwicklungen der Gesellschaft, der Wirtschaft und der Politik in der Zukunft beschreiben. Diese Szenarien gehen davon aus, wie sich Gesellschaften, Technologien, Märkte und Politiken entwickeln und den Klimawandel beeinflussen könnten. Es gibt fünf SSPs, die von einem Szenario mit nachhaltiger Entwicklung (SSP1) bis zu einem Szenario mit ungeregeltem Wirtschaftswachstum und hohem CO2-Ausstoß (SSP5) reichen.

In der Praxis werden RCPs verwendet, um die direkten Klimafolgen (physische Risiken) zu modellieren, während SSPs dazu dienen, die sozioökonomischen Rahmenbedingungen und den Einfluss menschlicher Aktivitäten auf den Klimawandel zu verstehen.

Bild des Beratungsteams von Fokus Zukunft bei einem Strategieworkshop.

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Klimarisikoanalyse

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