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Nachhaltigkeitsberichterstattung

Nach dem Bericht – diese nächsten Schritte lohnen sich jetzt

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Autor:in
Julia Jahn
Beitrag vom
22.06.2026
Aktualisiert am
22.06.2026
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Der Nachhaltigkeitsbericht als Ausgangspunkt

Der Nachhaltigkeitsbericht ist fertiggestellt. Emissionen, Energieverbräuche, Lieferketteninformationen, Maßnahmen, Risiken und Ziele liegen häufig erstmals gebündelt vor. Damit ist ein wichtiger Meilenstein erreicht und zugleich die Grundlage für die nächsten Schritte geschaffen.

Welche Entwicklungen im Anschluss sinnvoll sind, hängt von Ihrer Ausgangslage ab: Geht es darum, Emissionen systematisch zu reduzieren? Müssen Kundenanfragen besser beantwortet werden? Soll die Nachhaltigkeitskommunikation belastbarer werden? Oder stehen Produktanforderungen, Ratings oder neue regulatorische Vorgaben im Fokus?

Als Nachhaltigkeitsberatung unterstützen wir Unternehmen dabei, aus den Ergebnissen des Berichts die passenden nächsten Schritte abzuleiten und pragmatisch umzusetzen.

Klimastrategie entwickeln

Ein besonders naheliegender Schritt nach dem Bericht ist die Entwicklung einer Klimastrategie. Häufig wurden im Reporting bereits Energieverbräuche und Treibhausgasemissionen erfasst. Diese Daten zeigen, wo Emissionen entstehen, welche Bereiche besonders relevant sind und wo Reduktionspotenziale liegen.

Darauf aufbauend lassen sich Klimaziele definieren, Maßnahmen priorisieren und Reduktionspfade entwickeln. So wird aus der Emissionsbilanz eine Roadmap, die konkretisiert, welche Maßnahme kurzfristig umsetzbar sind, wo Investitionen notwendig sind und wie sich Dekarbonisierung wirtschaftlich sinnvoll planen lässt.

Gerade weil CO₂ zunehmend ein Kosten- und Risikofaktor ist, hilft eine Klimastrategie dabei, Nachhaltigkeit mit wirtschaftlicher Steuerung zu verbinden.

Product Carbon Footprint und Digitalen Produktpass vorbereiten

Während der Nachhaltigkeitsbericht meist auf Unternehmensebene ansetzt, behandelt der Product Carbon Footprint die Produktebene. Er zeigt, welche Emissionen entlang des Lebenszyklus eines Produkts entstehen – von Rohstoffen und Produktion über Transport und Nutzung bis zur Entsorgung. Gerade für Unternehmen, die in Lieferketten eingebunden sind oder produktbezogene CO₂e-Daten an Kund:innen liefern müssen, ist der PCF ein sinnvoller nächster Schritt. Er macht Emissionshotspots sichtbar und schafft eine Grundlage für Optimierungen, Produktvergleiche und zukünftige Datenanforderungen.

Auch mit Blick auf den Digitalen Produktpass gewinnt diese Datenbasis an Bedeutung. Denn produktbezogene Informationen müssen künftig stärker strukturiert, nachvollziehbar und entlang der Wertschöpfungskette nutzbar sein. Die im Bericht erhobenen Unternehmensdaten können dafür ein guter Ausgangspunkt sein. Darauf aufbauend lassen sich produktbezogene Datenstrukturen gezielt weiterentwickeln.

Nachhaltigkeitskommunikation EmpCo-konform machen

Viele Inhalte aus dem Nachhaltigkeitsbericht werden anschließend auf Websites, in Präsentationen sowie in Vertriebs- oder Marketingunterlagen genutzt. Genau hier ist Sorgfalt gefragt.

Mit der Empowering Consumers Directive steigen die Anforderungen an Nachhaltigkeits- und Umweltaussagen. Aussagen wie „klimaneutral“, „umweltfreundlich“ oder „nachhaltig“ müssen klar, belegbar und nachvollziehbar sein.

Nach dem Bericht ist deshalb eine Green Claims Prüfung sinnvoll: Welche Aussagen sind durch Daten und Maßnahmen gedeckt? Wo sind Formulierungen zu allgemein? Welche Claims sollten angepasst oder genauer erläutert werden?

So lässt sich Nachhaltigkeitskommunikation glaubwürdig, konsistent und regulatorisch sicherer aufstellen.

EcoVadis-Bewertung vorbereiten oder verbessern

Auch externe Nachhaltigkeitsbewertungen wie EcoVadis schließen häufig gut an einen Nachhaltigkeitsbericht an. Viele Unternehmen benötigen solche Ratings, um Kundenanforderungen zu erfüllen oder ihre Nachhaltigkeitsleistung international sichtbar zu machen.

Der Bericht liefert dafür oft bereits zahlreiche Nachweise: Richtlinien, Kennzahlen, Maßnahmen, Ziele und Prozesse. Im nächsten Schritt können diese Informationen gezielt für die Bewertung aufbereitet werden.

Dabei geht es nicht nur darum, Dokumente einzureichen. Entscheidend ist, Lücken zu erkennen, Nachweise sauber zu strukturieren und konkrete Verbesserungsmaßnahmen abzuleiten. So kann der Nachhaltigkeitsbericht zur Grundlage werden, um eine EcoVadis-Bewertung vorzubereiten oder gezielt zu verbessern.

Neue Produkt- und Verpackungsanforderungen mitdenken

Auch weitere europäische Anforderungen können an die im Bericht erhobenen Daten anknüpfen. Dazu gehören unter anderem die Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR) und die Ecodesign for Sustainable Products Regulation (ESPR).
Der Nachhaltigkeitsbericht erfüllt diese Anforderungen nicht automatisch. Er kann aber dabei helfen, relevante Daten frühzeitig zu identifizieren – etwa zu Materialien, Verpackungen, Ressourcenverbräuchen, Lieferketten oder Produktinformationen. So wird sichtbar, welche Informationen bereits vorliegen und wo Prozesse oder Datenstrukturen weiterentwickelt werden sollten.

Zum Fazit
zusammengefasst

Ein Nachhaltigkeitsbericht ist ein wichtiger Meilenstein. Die erhobenen Daten zeigen, welche nächsten Schritte sinnvoll sind – von Klimastrategie und EmpCo-konformer Kommunikation über Product Carbon Footprints und den Digitalen Produktpass bis hin zu EcoVadis sowie weiteren regulatorischen Anforderungen wie PPWR und ESPR.

Wir unterstützen Unternehmen dabei, diese Anschlussleistungen gezielt zu priorisieren und umzusetzen.

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