Eine fundierte Klimastrategie ist ein wichtiger Bestandteil einer glaubwürdigen und nachhaltigen Unternehmensentwicklung. Doch erst durch eine gezielte Kommunikation kann sie ihre Wirkung nach innen und außen entfalten und die Transformation sichtbar machen. Wer Klimaziele, Maßnahmen und Fortschritte verständlich vermittelt, schafft Orientierung, fördert die Umsetzung und stärkt das Vertrauen von Stakeholdern. Gleichzeitig unterstreichen die Anforderungen der EmpCo-Richtlinie, wie wichtig eine belastbare Grundlage für die Kommunikation von Klimazielen ist.
Die Treibhausgasemissionen sind bilanziert, Klimaziele formuliert und realistische Reduktionsmaßnahmen entwickelt. Die Kommunikation dieser einzelnen Bausteine trägt zur Sichtbarkeit des Nachhaltigkeitsengagements eines Unternehmens bei und ist in bestimmten Fällen sogar mit Offenlegungspflichten verbunden, beispielsweise wenn ein Unternehmen seine Klimaziele von der Science Based Targets initiative (SBTi) validieren lässt.
Unabhängig davon entfaltet eine Klimastrategie ihr volles Potenzial erst dann, wenn die Menschen, die sie umsetzen und begleiten sollen, ihre Ziele und Hintergründe verstehen. Klimakommunikation ist deshalb weit mehr als die Veröffentlichung von Klimazielen oder eine Maßnahme zur Außendarstellung.
Eine Klimastrategie betrifft häufig zahlreiche Unternehmensbereiche – von der Geschäftsführung über den Einkauf und die Produktion bis hin zu Logistik und Vertrieb. Ihre erfolgreiche Umsetzung hängt deshalb nicht allein von den Verantwortlichen im Nachhaltigkeitsmanagement ab.
Nicht alle Mitarbeitenden und Abteilungen müssen bis ins kleinste Detail informiert werden. Vielmehr muss die Relevanz der Klimastrategie für den jeweiligen Aufgabenbereich deutlich werden.
Dabei stehen folgende Fragen im Mittelpunkt:
Eine gezielte interne Kommunikation übersetzt die strategischen Ziele in verständliche Botschaften und macht deutlich, welche Veränderungen in den einzelnen Unternehmensbereichen erforderlich sind. So können beispielsweise die Beschaffung emissionsärmerer Materialien, ein effizienterer Energieeinsatz oder die Zusammenarbeit mit Lieferanten zu konkreten Ansatzpunkten werden.
Gleichzeitig fördert eine transparente Kommunikation die Identifikation mit der Klimastrategie. Werden Mitarbeitende frühzeitig informiert, in Veränderungsprozesse einbezogen und regelmäßig über Fortschritte auf dem Laufenden gehalten, kann dies ihre Motivation und Bereitschaft zur Mitgestaltung stärken.
Entscheidend ist, dass die Kommunikation keine einmalige Maßnahme bleibt. Sie sollte die Umsetzung der Klimastrategie kontinuierlich begleiten und Raum für Fragen, Ideen und Rückmeldungen schaffen. So wird aus einem strategischen Unternehmensziel eine gemeinsame Aufgabe, die im Arbeitsalltag verankert werden kann.
Nach außen bietet eine fundierte Klimastrategie wertvolle Kommunikationsanlässe. Kunden, Geschäftspartner und weitere Stakeholder möchten zunehmend nachvollziehen können, wie ein Unternehmen mit seinen Treibhausgasemissionen umgeht und welche Maßnahmen kurz- und langfristig ergriffen werden. Viele Unternehmen erwarten bereits von ihren Lieferanten eine wissenschaftlich fundierte Klimazielsetzung.
Dabei geht es nicht allein darum, ambitionierte Klimaziele zu präsentieren. Entscheidend ist vielmehr, den Weg dorthin transparent aufzuzeigen und mit realistischen Maßnahmen zu untermauern.
Es muss klar werden:
Die Klimastrategie liefert dafür die fachliche Grundlage und wird in einem Transitionsplan mit konkreten Umsetzungsschritten übersetzt. Auch hier gilt: Nicht jedes Detail muss Kunden, Geschäftspartnern und weiteren Stakeholdern erläutert werden. Vielmehr kommt es darauf an, die wesentlichen Inhalte verständlich zu kommunizieren.
Glaubwürdige Klimakommunikation bedeutet dabei nicht, ausschließlich Erfolge hervorzuheben. Auch Herausforderungen, Zielabweichungen oder Maßnahmen, die noch nicht die gewünschte Wirkung erzielen, gehören zu einer transparenten Darstellung des Transformationsprozesses. Gerade diese Offenheit kann Vertrauen schaffen.
Eine wesentliche Rolle in der Nachhaltigkeitskommunikation spielt die EmpCo-Richtlinie, deren Vorgaben in Deutschland im Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) umgesetzt wurden. Umweltbezogene Werbeaussagen müssen konkret, nachvollziehbar und belegbar sein. Insbesondere Aussagen über die künftige Umweltleistung eines Unternehmens, beispielsweise angekündigte Emissionsreduktionen oder Klimaziele, müssen gemäß § 5 Abs. 3 Nr. 4 UWG auf klaren, objektiven, öffentlich einsehbaren und überprüfbaren Verpflichtungen beruhen.
Diese werden in einem detaillierten und realistischen Umsetzungsplan festgehalten, der messbare und zeitgebundene Ziele sowie weitere relevante Elemente für die Umsetzung, etwa die Zuweisung von Ressourcen, umfasst. Und regelmäßig durch einen unabhängigen externen Sachverständigen überprüft wird.
Damit wird deutlich: Ein öffentlich kommuniziertes Klimaziel benötigt mehr als eine ambitionierte Absichtserklärung. Eine fundierte Klimastrategie mit einer belastbaren Treibhausgasbilanz, messbaren Reduktionszielen und konkreten Maßnahmen schafft wesentliche Voraussetzungen für eine nachvollziehbare und regulatorisch belastbare Kommunikation.
Die neuen Anforderungen sollten Unternehmen daher nicht als Anlass verstehen, auf Klimakommunikation zu verzichten. Vielmehr unterstreichen sie die Bedeutung einer durchdachten Verbindung von Strategie, Umsetzung und Kommunikation.
Fokus Zukunft unterstützt Unternehmen dabei, eine fundierte Klimastrategie zu erarbeiten und diese zielgruppengerecht zu kommunizieren. Unser interdisziplinäres Team aus Klimastrategen und Kommunikationsexperten ordnet Ihre Klimastrategie verständlich, transparent und im Einklang mit regulatorischen Anforderungen nach innen und außen kommunikativ ein.
Eine fundierte Strategie schafft die Basis, Kommunikation macht sie wirksam
Intern schafft Kommunikation Orientierung, fördert die Beteiligung und hilft dabei, Nachhaltigkeit in unternehmerische Entscheidungen zu integrieren. Extern macht sie Ziele, Maßnahmen und Fortschritte nachvollziehbar und kann das Vertrauen von Kunden und Geschäftspartnern stärken.
Die Anforderungen der EmpCo-Richtlinie unterstreichen zusätzlich, wie wichtig eine belastbare strategische Grundlage für die Kommunikation zukünftiger Umweltleistungen ist.
Wer Klimastrategie und Kommunikation von Anfang an zusammendenkt, schafft die Voraussetzungen dafür, dass aus fundierten Zielen nachvollziehbares Handeln und aus einzelnen Maßnahmen eine glaubwürdige Transformation wird.
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